KIM-Prozess in der GdG Simmerath

Oktober 2016: Zeitungsartikel Kirchenzeitung zum Abschluss des KIM-Prozesses, hier klicken: Überraschendes Ergebnis

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Auszug aus dem Pfarrbrief Juli 2016:

"Liebe Schwestern und Brüder!

Das KIMProjekt (kirchliches Immobilienmanagement) in der GdG Simmerath steht kurz vor dem Abschluss. Das Bistum wird künftig bei der Bezuschussung bei Baumaßnahmen 33 % der Kosten einsparen. Hier geht es um substanzerhaltende Baumaßnahmen, die Zuweisung zur laufenden Unterhaltung von Gebäuden ist davon nicht betroffen. Zunächst wurde eine Bestandsaufnahme aller kirchlichen Gebäude in unserer GdG (wie im ganzen Bistum) gemacht und ein Gebäudewert ermittelt, von dem die Höhe der Rücklage für Baumaßnahmen errechnet werden kann. Dabei wurde ersichtlich, dass die Rücklage für unsere Kirchen viel höher ist als für andere Gebäude

Aus jedem Kirchenvorstand unserer Gemeinden nahm ein Vertreter an der KIM-Projektgruppe teil und drei Mitarbeiter des Generalvikariates, die Koordinatorin und ich.

Schon bei den ersten Treffen wurde deutlich, dass eine Schließung oder eine andere Nutzung einer Kirche oder Kapelle für uns nicht in Betracht kam. So wurden zunächst alle Pfarrhäuser und Pfarrheime aus der Bezuschussung durch das Bistum herausgenommen, doch die Vorgabe von 33 % war noch in weiter Ferne. Dann wurden die Kapellen in Erkensruhr, Woffelsbach, Paustenbach und Huppenbroich aus der Bezuschussung genommen und noch immer wurden die 33 % nicht erreicht. Schermzlich wurde uns bewusst, dass auch zwei Kirchen aus der Bezuschussung genommen werden müssen. Nach intensiven Überlegungen kam die KIM-Projektgruppe schließlich dazu, die Pfarrkirchen Dedenborn und Rurberg aus der Bezuschussung zu nehmen. Damit diese Kirchen nicht geschlossen werden müssen und notwendige Baumaßnahmen auch weiterhin möglich sind, wurde ein Solidarfonds gegründet. In diesen Solidarfonds zahlt jede der elf Kirchengemeinden unserer GdG einen jährlichen Betrag gemäß der Katholikenzahl ein. Jede Gemeinde ist gut in der Lage, diesen Betrag aufzubringen. Zusätzlich zahlt der Kirchengemeindeverband einene Sockelbetrag auf ein gemeinsames Konto. Ziel dieses Solidarfonds ist es, die beiden Pfarrkirchen und die Kapelle Woffelsbac bei notwendigen Baumaßnahmen so zu unterstützen, dass die weggefallene Bezuschussung des Bistums nun von allen elf Gemeinden solidarisch übernommen wird. Für Rurberg und Dedenborn kommt die Bezuschussung also nicht mehr vom Bistum, sondern von der Solidargemeinschaft aller Gmeinden der GdG Simmerath. Damit ist der Fortbestand aller Kirchen und Kapellen in unserer GdG gewährleistet. in 10 Jahren werden wir die Gegebenheiten überprüfen.

Ich danke der KIM-Projektgruppe, den Kirchenvorständen und den Pfarreiräten für die gute und konstruktive Zusammenarbeit in dieser schwierigen Situation. Der KIM-Prozess hat uns deutlich gemacht, dass wir in der Gemeinschaft der Gemeinden gute und tragfähige Lösungen finden können. Die Erfahrung, dass ein Problem gemeinsam gelöst werden kann, stärkt den Zusammenhalt unserer GdG. Das gute Miteinander, die Sorge füreinander und das gemeinsame Suchen nach Lösungen, machen mir Mut und geben mir Zuversicht. Ich danke allen ganz herzlich, die dazu beigetragen haben und bitte nun auch alle Gemeindemitglieder unserer GdG dieses Ergebnis wohlwollend zu betrachten. Mit diesem positiven Ergebnis setzen wir auch im Bistum Aachen ein gutes Zeichen.

Allerdings geht es bei KIM nur um die Gebäude. Dass unsere Kirchen und Kapellen auch weiterhin Gotteshäuser sein können, das heißt, dass in ihnen Gott verehrt und angebetet wird und der Glaube gefeiert wird, liegt letztlich auch daran, wie wir diese Gebäude weiterhin nutzen werden. Ob unsere Kirchen und Kapellen Häuser des Gebets sind, liegt am Mittun jedes Einzelnen. Deshalb ist die Frage nach den Kosten oder Bezuschussung bei Baumaßnahmen letztlich nur zweitrangig. Wichtiger ist die Frage, die Jesus Christus uns mit auf den Weg gibt: "Wird jedoch der Menschensohn, wenn er kommt, auf der Erde noch Glauben finden?" (LK 18,8).

Mit der Bitte um Gottes Segen verbleibe ich

Ihr Pastor Stoffels"

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Auszug aus dem Pfarrbrief Dezember 2015:

"Die KIM-Projektgruppe hat ihre Arbeit aufgenommen. Aus jedem Kirchenvorstand nehmen ein Delegierter sowie drei Vertreter des Bistums, die Koordinatorin und ich an der Gruppe teil. Es geht beim kirchlichen Immobilienmanagement (KIM) darum ein Drittel der bistümlichen Zuschüsse bei Baumaßnahmen einzusparen. Das Bistum gibt in der Regel für substanzerhaltende Baumaßnahmen an kirchlichen Gebäuden Zuschüsse von 60 %. Die Einsparungen führen dazu, dass Gebäude (Pfarrhäuser, Pfarrheime und auch Kirchen und Kapellen) aus der Bezuschussung herausfallen. Die Projektgruppe wird in den nächsten Monaten überlegen, für welche Gebäude dies zutrifft. Danach werden die Ergebnisse in den jeweiligen Kirchenvorständen, dem GdG-Rat und den Pfarreiräten beraten und beschlossen. Es handelt sich ausschließlich um Zuschüsse bei Baumaßnahmen und nicht etwa um die Haushaltszuwendungen für kirchliche Gebäude. Es besteht kein Grund zur Panikmache, aber die Ergebnisse, die durch KIM erzielt werden, können durchaus unangenehme Veränderungen bewirken. Ich werde rechtzeitig über das weitere Vorgehen berichtet."

Pastor Michael Stoffels