Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) Selige Helena Stollenwerk Simmerath


Zur GdG Selige Helena Stollenwerk Simmerath gehören:

11 Kirchengemeinden:
St. Apollonia, Steckenborn
St. Barbara, Rurberg
St. Bartholomäus, Hammer
St. Johannes der Täufer, Lammersdorf
St. Johann Baptist, Simmerath
St. Lucia, Eicherscheid
St. Mariä Empfängnis, Rollesbroich
St. Matthias, Strauch
St. Michael, Dedenborn
St. Nikolaus, Einruhr
St. Peter und Paul, Kesternich

und 4 Kapellengemeinden:
St. Hubertus, Erkensruhr
St. Wendelinus, Woffelsbach
Christus König, Huppenbroich
Schwerzhafte Muttergottes, Paustenbach



Hier finden Sie ein Porträt der GdG Simmerath erstellt durch die Kirchenzeitung Aachen vom 12. Oktober 2014:
>> "Porträt GdG Simmerath"

Die Geschichte der Namenspatronin.....

Anna Helena Stollenwerk wurde am 28. November 1852 in Rollesbroich, Gemeinde Simmerath, als Bauernkind geboren und wuchs auf dem großen Hof der Eltern in einer Familie auf, zu der vier Generationen gehörten. Der Vater, Johann Peter Stollenwerk, Fuhrmann und »Ackerer« (Landwirt), war bei ihrer Geburt bereits 67 Jahre alt gewesen, die Mutter Anna Maria 28 Jahre. Sie war die dritte Frau Johann Peters. Im Mai 1859 starb Helenas Vater und drei Monate später ihre vierjährige Schwester Carolina.

Die vielfältigen sozialen Beziehungen in der Familie, das frühe Erlebnis von Krankheit und Tod prägten Helena Stollenwerk. Schon als Kind wurde sie im Kindheit-Jesu-Verein (»Werk der hl. Kindheit«, heutiges Kindermissionswerk) tätig und hatte, von der Missionsbegeisterung ihrer Zeit erfüllt, den Wunsch, China-Missionarin zu werden. Der Pfarrvikar ihres Heimatortes, Johann Leonard Jülich, wurde ihr geistlicher Wegbegleiter, den sie auch noch von Steyl aus um Rat fragte.

Der Weg nach Steyl

1871 fasste Helena Stollenwerk schließlich den Entschluss, sich trotz der von ihrer Familie vorgebrachten Einwände einer missionarischen Gemeinschaft anzuschließen. Da es auf dem Höhepunkt des Kulturkampfes in Deutschland keine Missionskongregationen gab, die Frauen nach China sandte, ging sie, auf Anraten des Rektors an der Kirche zum hl. Alfons in Aachen, Hubert Cremer, 1882 als Haushilfe in das Missionshaus St. Michael im niederländischen Steyl, das Arnold Janssen 1875 gegründet hatte.

Als Theresia Sicke aus Lippstadt, die schon seit drei Jahren im Missionshaus unentgeltlich als Küchenhilfe arbeitete, von einer eventuellen Klostergründung für Missionsschwestern hörte, gesellte sie sich Helena Stollenwerk zu. Kurz danach trafen mit Theresia Volpert und Hendrina Stenmanns noch zwei weitere missionsbegeisterte Frauen in Steyl ein. Die vier Hausangestellten bildeten eine kleine, klosterähnlich lebende Gemeinschaft, mussten aber noch einige Jahre warten, bis sich Arnold Janssen endlich entschloss, mit den Dienerinnen des Heiligen Geistes eine eigene Missionskongregation für Frauen zu gründen (8. Dez. 1889).

1891 legte Helena Stollenwerk, jetzt Schwester Maria, mit elf Mitschwestern die ersten Ordensgelübde ab und wurde bald zur Oberin bestimmt. Als solche versuchte sie, die Schwestern im Geiste Janssens zu prägen und für den Missionsdienst auszubilden. Noch zu ihren Lebzeiten konnte sie sehen, wie die ersten Missionsschwestern nach Argentinien und Togo auswanderten. Sie selbst jedoch wurde nicht ausgesandt.

Am 8. Dezember 1898 trat Mutter Maria auf Wunsch von P. Arnold Janssen zum Ordenszweig der kontemplativen Anbetungsschwestern über und begann ihr Noviziat als Schwester Maria Virgo, starb aber schon am 3. Februar 1900 an einer tuberkulösen Meningitis (Hirnhautentzündung). Wenige Tage vor ihrem Tod, am 31. Januar, hatte sie noch vor P. Wegener, dem Vertreter von Arnold Janssen, der damals gerade in St. Gabriel weilte, die vorzeitig zeitlichen Gelübde als Klausurschwester abgelegt.

Am 7. Mai 1995 wurde Maria Helena Stollenwerk in Rom selig gesprochen.